4. Platz beim Bundesjugendwettkampf
Samstag, den 26. Juli 2008 um 00:00 Uhr

Wettkampfmannschaft beim BundesjugendwettkampfNach der Qualifikation durch den Sieg beim Landesjugendwettkampf in Kaltenkirchen 2007 durfte der THW-Nachwuchs aus Bad Segeberg Schleswig-Holstein beim Bundeswettbewerb in Trier vertreten, der am Samstag, 26. Juli 2008 im Rahmen des 12. Bundesjugendlagers stattfand. Nach einem packenden zweistündigen Wettkampf bei Hitze und drückender Schwüle mussten sich die 11 Jungs und 1 Mädchen nur den Mannschaften aus Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland geschlagen geben.

In der Vorbereitung trafen sich die 12 Segeberger Kinder und Jugendliche mit Jugendbetreuer Moritz Kruck nicht nur zu den wöchentlichen Jugendgruppendiensten, sondern auch zu weiteren Trainingstagen. Selbst auf dem Pfingstjugendlager würde bereits geübt.
Auch drei gemeinsame Tage mit den Wettkampfmannschaften aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern trugen dazu bei, dass die Mannschaften aus dem LV Küste gut abschnitten.

Von 505 möglichen Punkten reichten dem erstplatzierten 492 zum Sieg, die Bad Segeberger erkämpften hervorragende 472 Punkte.
Punkte wurden dabei sowohl für die Qualität der Umsetzung als auch für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften vergeben – beide Kriterien sind im „echten“ THW-Einsatzfall unter Umständen von lebenswichtiger Bedeutung und werden deshalb höher bewertet als das Tempo.

Anlass für Stolz, denn die Aufgaben hatten es in sich: Unter anderem musste ein Holzsteg gebaut werden, um einen künstlichen Bachlauf zu überbrücken, für dessen Entstehung eigens die Mosel umgeleitet worden war. Diese Aufgabe zur Holzbearbeitung war die anspruchsvollste und langwierigste der gestellten Aufgaben. Deswegen arbeiteten die meisten Wettkampfteams parallel: einige Teilnehmer begannen damit, Vierkanthölzer zurechtzuzimmern und Bretter mit Tauen zu verbinden, während andere einen Kriechgang frei räumten, Stromkabel verlegten oder Wasser über einen Hindernisparcours transportierten.
Außerdem waren zwei Verletzte aus schwieriger Lage zu bergen und mit erster Hilfe zu versorgen. Jede Mannschaft musste zusätzlich unter Beweis stellen, dass sie mit Sprechfunk umgehen und sich mit Kartenkoordinaten orientieren kann.
Die bis zum Wettkampfanpfiff geheim gehaltene Geschicklichkeitsaufgabe war eine besondere Herausforderung auch für die Kommunikationsfähigkeit der Teams: mit einem Hebekissen musste eine wassergefüllte Mörtelwanne einseitig angehoben und exakt 2,5 Liter Wasser in einen Eimer umgefüllt werden – und zwar blind, nur mit Hilfe von Ansagen.

Trotz anhaltender Hitze und lauter Geräuschkulisse arbeiteten die Kinder und Jugendlichen hoch konzentriert und ließen sich durch nichts ablenken. Nach Beendigung des Wettkampfes dauerte es keine fünf Minuten, bis die ersten Junghelfer den Sprung in den künstlichen Bachlauf wagten – eine willkommene Abkühlung nach den schweißtreibenden Arbeiten.

Noch einmal herzlichen Glückwunsch an das Wettkampfteam aus Bad Segeberg.